Testbericht Fisker Karma EcoSport

22.06.2017

der heutige Testbericht ist etwas ganz Besonderes, ich bekomme die einzigartige Möglichkeit einen Fisker Karma Probe zu Fahren.

Dadurch dass die Firma Fisker Insolvent war, wird das Fahrzeug in dieser Form nicht mehr hergestellt

Fisker wurde von der chinesischen Pacific Century Group aufgekauft und soll noch 2017 mit einem rein elektrischen Fahrzeug, dass eine Reichweite von 700km erzielen soll, wieder am Markt erscheinen.

Zum Auto

der Fisker Karma ist eine elektrische Oberklassenlimousine mit RangeExtender, angetrieben wird der Karma von 2 Elektromotoren mit jeweils 150kW auf der Hinterachse. Vorne befindet sich ein 156kW starken 2,0 l Turbo-Vierzylinder Benzinmotor, dieser hat jedoch keinen direkten Verbindung zur Antriebsachse, er treibt lediglich einen 175kW starken Generator an, der zusätzlich Strom für die Elektromotoren Produziert.

Der Fisker Karma kann für 81km rein elektrisch betreiben werden, hierfür ist der 20kWh große und 275kg schwere Lithium-Eisenphosphat-Akku von A123-Systems zuständig. Mit dem zusätzlichen Verbrennungsmotor schafft man eine Reichweite von 400km, im Mix Betrieb (80km elektrisch und 20km Benzin) verbraucht der Karma rund 2,2l auf 100km, unter normalen Fahrbedingungen ist laut Spritmonitor.de ein Verbrauch von 6,5l/100km angegeben, wenn man bedenkt ein Auto mit mehr als 400 PS und 1300 Nm zu bewegen ist der Verbrauch mehr als in Ordnung.

obwohl der Karma es faustdick hinter den Kotflügel hat, und im Sportmodus das 2,5 Tonnen schwere Gefährt in 5,9 Sekunden von 0 auf 100km/h sprintet, verleitet er mit seinen wuchtigen Abmessungen von fast 5m Länge und 2m Breite eher zum cruisen, auch ist bis zu einer Geschwindigkeiten von 50 km/h und im Stand der Soundgenerator aktiv, der mit seinem spacigen und doch aggressiven Sound das Ganze noch einmal mehr zum langsamen Fahren verleitet.

Interieur

Das einzigartige Interieur des Karmas entspricht der Nachhaltigkeitsphilosophie von Fisker, und ist ein perfektes Beispiel für die Verwendung von wiederverwertbaren Materialien. Die Holzelemente werden aus wiederverwertetem Nutzholz gewonnen, der Schaum für die Sitze wird aus Biofasern auf Basis von Soja hergestellt, selbst die Teppichunterlage besteht aus recyceltem Materialien.

Für das Interieur des Karma EcoStandard werden keine Materialien verwendet die von Tieren stammen, so sind die Sitzbezüge in einem satten Schwarzton gehalten und von echten Leder kaum zu unterscheiden.

Die Version EcoSport hat echtes Leder, dieses stammt aus der weltweit ersten energieautarken Ledermanufaktur. Das Rohmaterial kommt von Betrieben, die die Richtlinien artgerechter Tierhaltung beachten; zudem werden ca. 85% jeder Tierhaut verwendet (mehr als das Doppelte als üblich).

das fortschrittlichste und nachhaltigste Interieur hat die Modellreihe EcoChic der zu 100%-Recycling-Öko-Velours verwöhnt die Insassen mit einem luxuriösen und umweltfreundlichen Ambiente.

Gerettetes Holz

Die edlen Holzelemente des Karmas sind zu 100% aus Restholz hergestellt, so wird für einen Karma kein einziger Baum gefällt. So wird zum Beispiel

Rescued Wood verwendet, dies wird von Bäumen gewonnen, die aus Wildfeuern aus Kalifornien stammen.

Fallen Wood stammt von Bäumen die in Stürmen gefallen sind, und

Sunken Wood ist eine amerikanische Weißeiche die sich nach über 300 Jahren auf dem Grund des Lake Mic mit einer wunderschönen Patina, higan gebildet hat.

Solardach

Das Solardach ist die größte in einem Serienfahrzeug verbaute einteilige Solarzelle, diese liefert im Jahr Energie für ca. 320km.

Die Energie des Solardaches wird unter anderem zur Kühlung des Wageninneren verwendet. Die Oberflächenstruktur des Daches ist so gestaltet, dass das Sonnenlicht unter vielen Einstrahlwinkeln genutzt werden kann.

22"-Räder

Der Fisker Karma ist das erste Serienfahrzeug mit 22"-großen Felgen und Goodyear Eagle F1 Supercar Reifen als Standardausrüstung. Die Felgen sind Pulverbeschichtet, sichert ein dauerhaftes Finish und vermeidet schädliche VOC-Emissionen (Erklärung) bei der Herstellung. Die Brembo Bremsen (6 Kolben vorne, 4 Kolben hinten), sind mit einem Bremsenergie-Regenerationssystem kombiniert, die die normalerweise verschwendete kinetische Energie zurückgewinnt und der Batterie zuführt.

Command Center (Touchscreen)

Über ein Touchscreen-Interface wird die Klimatisierung, Audioanlage, Navigation, und Bluetooth-Konnektivität auf einfachste Weise gesteuert.

Über das Zentrale Display werden unter anderem auch die Sitz- und Scheibenheizungen, sowie die Parksensoren gesteuert.

Unter der Anzeige Energy Flow sieht man wie viel Energie gerade verbraucht oder regeneriert wird. Wird im Sport Modus gefahren wird ab einer bestimmten Leistungsentnahme der Verbrenner zugeschalten, beim Cruisen wird jedoch meist um 6-10kW mehr Produziert als tatsächlich benötigt wird, so kann es sein, dass während der Fahrt die E-Reichweite minimal steigt. Auch kann so der Ladestation annähernd gehalten werden um Z.B die Akkureichweite für die Stadt aufzubewahren

Beleuchtung

Der Karma ist mit Bi-Xenon-Frontscheinwerfern und sparsamen LED ausgestattet. Der Karma verwendet außerdem Niederspannungs-LED-Licht für Rückfahr-, Nebelrück- und Seitenmarkierungsleuchten, um wo immer möglich Strom zu sparen.

Fahrmodus Stealth, Sport und Hill

Der Karma kann im Stealth Modus rein Elektrisch betrieben werden hierbei ist die Höchstgeschwindigkeit auf 153 km/h begrenzt, der Sprint von 0 auf 100km/h kann in 7,9 Sekunden bewältigt werden, mit einem Tipp auf die Schaltwippen SPORT am Lenkrad, wird als Unterstützung der Verbrennungsmotor zur Energieereugung zugeschalten, die Höchstgeschwindigkeit wird somit auf 200km/h erhöht, und der Sprint von 0 auf 100km/h ist in 5,9 Sekunden möglich, egal ob im Stealth oder Sport Modus, mit der Wippe Hill wird die Rekuperation in 2 Stufen gesteuert, in Stufe D wird so gut wie gar keine Verzögerung eingeleitet, bei Stufe 2 kann die Rekuperation bei vorausschauender Fahrweise zur Verzögerung verwendet werden, somit wird die Matertialbremse geschont und wieder Energie für die Akkus erzeugt.

Fazit

Das Konzept des Fisker Karma für Kurze Strecken rein elektrisch bewegen zu können und auf längere Distanzen den Verbrennungsmotor zur Reichweitenverlängerung zu zuschalten, da der Verbrennungsmotor rein nur einen Generator antreibt, kann er sich immer im optimalen Drehzahlbereich bewegen und hält somit den Verbrauch niedrig.