Zellenabgleich nach Akkutausch

28.08.2016

Nun sind 2 Wochen vergangen und die Kapazität hat sich von 10,5kWh auf knappe 14kWh erhöht, jedoch sin die Zellen immer noch nicht ganz ausgeglichen, das BMS schafft es nicht die 0.03V abzugleichen daher musste ich es Manuel noch einmal abgleichen, wie beim Akkutausch musste ich mir wieder Messleitungen aus dem Akku legen und diese während dem Ladevorgang mittels Belastungsgerät entladen.

Nach dem Zellentausch

Nach dem Zellentausch habe ich die nächste Ladung mit CaniOn mitgeloggt, und siehe da das BMS reagierte darauf, bei 82% sprang der SoC (State of Charge) plötzlich auf 100% und es versuchte die Zellen abzugleichen.

nach mehrmaligem Laden gab sich der Sprung von 80% auf 100% und es wurde durchgehend geladen, leider konnte das BMS die Differenz von 0,03V nicht abgleichen so musste ich mithelfen.

Der Abgleich

Der Abgleich ging wie zuvor bei Tausch recht einfach von statten, also wieder Auto aufbocken Akku raus und Messleitungen anbringen

diesmal wurde während dem Laden mittels Ladegerät und Belastungsgerät die Schwächsten Zellen geladen und die stärksten Zellen entladen, um die auf eine schöne Ebene zu bekommen

die Zellen in der Mitte wurden nur leicht mittels 12V H7 Lampen belastet.

hierbei bin ich auf die Zelle 15 gestoßen, diese ist noch recht schwach und drückt das gesamte Akkupaket hinunter, denn der gesamte Akku ist nur so stark wie sein schwächstes Glied, also muss die Zelle 15 auch raus.

ohje....

und hier passierte das was nicht passieren darf, als ich die Zelle 15 getauscht habe und gerade dabei war die CMU Platine aufzusetzen, fiel sie mir auf die Zellen, jetzt lagen kurz 32V an, dies bedeutet Überspannung und kann die Platine beschädigen, guter Dinge baute ich den Akkublock (8 Zellen) wieder in den Akkusatz ein und hoffte das die CMU Platine diesen Ausrutscher überlebt hat........leider nein, das Auto ließ sich nicht starten, laut Diagnosegerät einer Werkstatt, Zellenspannung und Temperatur zu hoch....ohje, das hieß wohl den Tot der CMU Platine, meine letzte Hoffnung die ich aber schon bevor ich sie angerufen haben nicht geglaubt habe war Mitsubishi, so ruft ich den ÖAMTC, der meinen i-MiEV zu Denzel nach Wien brachte, wie ich vermutet habe, kam als Aussage der Akku ist defekt, sie können nichts machen außer den gesamten Akkublock tauschen, da ich auch schon außerhalb der Garantie bin müsste ich diesen selbst bezahlen, so leid es mit Tat, dieser Tausch des gesamten Akkublockes, wäre Wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen, so blieb mir leider nichts anderes übrig als ihn zu verkaufen.

ein glücklicher Käufer

kaum zu glauben aber wahr, für meinen i-MiEV gab es noch eine Chance, er ging nach Tschechien zu einem E-Autobastler, der selbst einen i-MiEV mit 30.000km hat jedoch hat dieser einen irreparablen Karosserieschaden (zwischen LKW und Leitplanke eingeklemmt)

So nahm er meine Karosserie und baute seinen Akku ein, da es eine reine Akkutransplantation war, stellte es sich auch für Mitsubishi kein Problem dar den Neuen Akku anzulernen, und siehe da, nach 3 Wochen bekam ich den Anruf Mein Mitsubishi mit 105.000km fährt wieder mit einem neuen 30.000km alten Akku.